Atomstrom gibt es auch in Ribnitz-Damgarten. Und Das Zwischenlager Nord ist auch nicht weit entfernt. So stellen wir uns gegen unnütze Castortransporte und gegen die Mythen der Atomlobby. Mit kreativen Aktionen, Info-Veranstaltungen und friedlichem Protest.
Sonntag, 13. März 2011
Was passiert während einer Kernschmelze?
Vulkan in Japan schleudert Asche in die Luft
Nach Erdbeben, Tsunami und atomarem Notstand schleudert der Vulkan Shinmoedake Asche und Gestein in die Atmosphäre. Die Behörden teilen mit, die Asche sei in eine Höhe von 4000 Metern gelangt. Der 1420 Meter hohe Shinmoedake liegt rund tausend Kilometer vom Erdbebengebiet entfernt und ist im Januar erstmals seit 52 Jahren wieder ausgebrochen.
Mehr Infos hier
Mehr Infos hier
Notstand im AKW Onagawa ausgerufen
Aufgrund erhöhter Messwerte von Radioaktivität im Umkreis des Atomkraftwerkes, sei nun durch die Japanische Regierung der Notstand in dem AKW Onagawa ausgerufen worden. Dies bestätigte auch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien.
Mehr dazu hier
Mehr dazu hier
Gefahr einer Explosion in Block 3
Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo ist die Kühlfunktion bei 6 von 10 Reaktoren der beiden Atomkraftwerke Fukushima I und Fukushima II bereits ausgefallen. Die beiden Anlagen liegen nur 12 Kilometer voneinander entfernt, sowie 240 km nördlich von Tokio. Nach Angaben eines Regierungssprechers sei es möglicherweise im Reaktor 3 bereits zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen. Obwohl die Brennstäbe durch eine Flutung mit Seewasser nun wieder bedeckt sein sollen, ist es möglich, dass sich Wasserstoff unter dem Dach angesammelt haben könnte. Nun drohe in Block 3 eine ähnliche Explosion wie sie sich Samstag in Block 1 abspielte, bei der das Betongehäuse einstürzte.
Mehr dazu:
Krisentreffen der Strahlemenschen
Aufgrund der aktuellen weltweiten Situation bezüglich der katastrophalen Lage in Japan, werden sich die Strahlemenschen und alle, die bereit sind, sich zu engagieren, heute um 18.00 Uhr in der AJZ Kita einfinden. Dort werden weitere Vorgehensweisen besprochen und geplant. Wir hoffen auf viel Zulauf!
Freitag, 11. März 2011
Iodtabletten werden verteilt!
Japan bereitet sich jetzt auf die Kernschmelze vor. Im Umkreis von 20 Kilometern werden jetzt Iodtabletten verteilt. Die geht aus diesem Bericht hervor. Die Kernschmelze steht nun in Fukushima hervor; es ist wohl nicht mehr aufzuhalten. In der Tagesschau berichtet gerade Philip Abresch über die Entspannung der Lage in Tokio. Er berichtet davon, dass die radioaktive Luft abgelassen werden soll. Es bestehe aber keine Gefahr für Mensch und Umwelt.
Ein Atomkraftwerk in Japan ist schon verloren. Wie kommt dieses Land eigentlich mit ihren Erfahrungen darauf, diese Technik zu verwenden. In diesem mit Naturkatastrophen überschütteten Gebiet.
Röttgen sagt: "Es bestehe keine Gefahr für Deutschland. Die Gefahr einer Kernschmelze ist aber nicht auszuschließen!"
Samstag; 12.03., 14.00 Uhr; Rostock Doberaner Platz. Spontandemonstration.
Ein Atomkraftwerk in Japan ist schon verloren. Wie kommt dieses Land eigentlich mit ihren Erfahrungen darauf, diese Technik zu verwenden. In diesem mit Naturkatastrophen überschütteten Gebiet.
Röttgen sagt: "Es bestehe keine Gefahr für Deutschland. Die Gefahr einer Kernschmelze ist aber nicht auszuschließen!"
Samstag; 12.03., 14.00 Uhr; Rostock Doberaner Platz. Spontandemonstration.
Fukushima vor Kernschmelze!
Wie berichtet wird, steigt die Radioaktivität bereits in einen Kühlturm. Damit stehen die Menschen in Japan vor der Kernschmelze, vor extremer Vertsrahlung sowie dauerhaften Erkrankungen und einer lebensfeindlichen Umgebung für die nächsten 1000en von Jahren. Somit sind morgen Aktionen in ganz Deutschland, auf der ganzen Welt wichtig, damit der Wahnsinn endlich aufhört. Denn wer hätte schon gedacht, dass wir doch noch einen Super-Gau erleben?
Morgen um 14.00 Uhr Spontandemo in Rostock, Doberaner Platz.
Menschenkette von Stuttgart nach Neckarwestheim.
Ribnitz entscheidet sich noch, mobilisieren erst einmal nach Rostock, Entscheidung folgt, Infos über diesen Blog.
Werdet morgen aktiv, blockiert was das Zeug hält, seid kreativ, sorgt für den weltweiten Atomausstieg.
Morgen um 14.00 Uhr Spontandemo in Rostock, Doberaner Platz.
Menschenkette von Stuttgart nach Neckarwestheim.
Ribnitz entscheidet sich noch, mobilisieren erst einmal nach Rostock, Entscheidung folgt, Infos über diesen Blog.
Werdet morgen aktiv, blockiert was das Zeug hält, seid kreativ, sorgt für den weltweiten Atomausstieg.
Zu früh gefreut?
Greenpeace schreibt entgegen aller Meldungen dass die Gefahr alles andere als vorbei wäre. Doch niemand weiß es. Es gibt eine Meldung, dass die USA das AKW mit Kühlmittel beliefert hätte, so bestätigte es Hillary Clinton. Greenpeace schreibt von der Evakuierung von rund 6000 Menschen und der Anordnung, dass Menschen im Umkreis von 10 km Türen und Fenster geschlossen halten sollen. Wie dieser Störfall ausgeht, ist genau so unsicher wie der Betrieb von AKW!
Entwarnung in Japan?
Nachdem der Tsunami das AKW überrollte gibt es jetzt laut ntv Entwarnung. Die Brennelemente lagen wohl schon zu einem Teil frei, nun ist die Armee in Schutzanzügen vor Ort und haben das richtige Gerät mitgebracht. Die Gefahr der Kernschmelze sinkt laut vieler Twittermeldungen. Glück gehabt, doch Erdbebensicher sind die AKW in Japan nicht. Kurz vor dem GAU und dem Tod von mehreren Millionen Menschen.
Wir fordern: Abschalten! Sofort und überall!
Wir fordern: Abschalten! Sofort und überall!
Kühlsysteme in Deutschland und Japan fallen aus
In Japan läuft das Kühlsystem jetzt nur noch mit ein paar Akkus. In ein paar Stunden werden diese dann alle sein, doch Minister Japans sagen jetzt, dass das Kühlsystem bald wieder laufen könnte. Hoffen ist zwar für Theologen, dennoch sollten wir es jetzt vielleicht alle tun.
Gerade ist bekannt geworden, dass ein ausgefallenes Kühlsystem nicht einen Tsunami braucht. Auch in Unterweser ist es ausgefallen, jedoch nicht dramatisch. Meldung von CONTRATOM findet ihr hier.
Gerade ist bekannt geworden, dass ein ausgefallenes Kühlsystem nicht einen Tsunami braucht. Auch in Unterweser ist es ausgefallen, jedoch nicht dramatisch. Meldung von CONTRATOM findet ihr hier.
Atomanlagen in Japan stehen vor dem GAU
Durch das schwerste Erdbeben seit Menschengedenken sind mehrere Atomstandorte Japans in Mitleidenschaft gezogen worden. Die ersten Menschen wurden evakuiert, die Kühlung des Reaktors ist ausgefallen. Auch wenn die Anlagen abgeschaltet worden sind, müssen die Reaktoren weiterhin gekühlt werden. Bei einer der Anlagen klappt das bis dato noch nicht. Damit wird die Freisetzung radioaktiver Strahlung immer wahrscheinlicher und ein Super-GAU 25 Jahre nach Tschernobyl immer realistischer. Info`s findet ihr hier und hier.
Es gab mehrere Brände an den verschiedenen Standorten, der erste am Standort Onagawa wurde vor gut 30 Minuten gelöscht. Dies bestätigte soeben die internationale Atombehörde.
Besondere Sorge bereitet dem Greenpeace-Kernphysiker Heinz Smital aber die Lage im AKW Tepco Fukushima Daiichi.
Wo sich die Anlagen befinden seht ihr hier.
Daraus ergibt sich nur eine Forderung: Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit! Zur morgigen Anti-Atom-Menschenkette kommen und zeigen, was Atomkraft wirklich heißt. Eine grade herausgegebene PRessemitteilung von ausgestrahlt findet ihr dazu hier.
Es gab mehrere Brände an den verschiedenen Standorten, der erste am Standort Onagawa wurde vor gut 30 Minuten gelöscht. Dies bestätigte soeben die internationale Atombehörde.
Besondere Sorge bereitet dem Greenpeace-Kernphysiker Heinz Smital aber die Lage im AKW Tepco Fukushima Daiichi.
Wenn die Kühlung im Kraftwerk nicht mehr richtig funktioniert, wird es gefährlich. Selbst wenn das AKW heruntergefahren ist, ist man damit noch nicht auf der sicheren Seite, denn die Kühlung muss weiter stabil gehalten werden.
Wo sich die Anlagen befinden seht ihr hier.
Daraus ergibt sich nur eine Forderung: Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit! Zur morgigen Anti-Atom-Menschenkette kommen und zeigen, was Atomkraft wirklich heißt. Eine grade herausgegebene PRessemitteilung von ausgestrahlt findet ihr dazu hier.
Donnerstag, 10. März 2011
...und Lubmin stürzt zusammen
Nun ist das Zwischenlager Nord ja eigentlich sehr modern und vor allem: SICHER. Das betonen vor allem die Energiewerke Nord (vollstaatliches Unternehmen). Doch nun ist bekannt geworden, dass das Gelände brökelt. Ein Betonstück ist abgeplatzt. Das erste Signal von Schwäche und ein meldepflichtiges Ereignis. Die Meldung der Nachrichtenagentur dapd-lmv meldet wie folgt:
Gründe für Misstrauen liefern die EWN von ganz alleine, ganz ohne zutun von Dritten. So müsste der Protest gegen das Zwischenlager in den nächsten Jahren weiter steigen und hoffentlich in dem Atomausstieg münden.
Lubmin (dapd-lmv). In der Lagerhalle für die Castoren im atomaren Zwischenlager Nord (ZLN) bei Lubmin ist an einer Stützkonstruktion für einen Kran ein Stück Beton abgeplatzt. Das Bundesamt für Strahlenschutz sei darüber vorschriftsgemäß informiert worden, teilte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Donnerstag mit.
Der Vorfall habe sich außerhalb der Abstellplätze für die Castoren ereignet. "Alle Transportbehälter stehen sicher", betonte Caffier, der sich unmittelbar zuvor im Zwischenlager über den Sachverhalt informiert hatte.bDas Betonstück sei an einer Stütze unterhalb eines Trägers für die Kranbahn im Transportbehälterlager abgeplatzt. Der Kran wurde laut Caffier vorübergehend außer Betrieb genommen. Spezialisten der Energiewerke Nord und Sachverständige der Bauaufsicht haben Untersuchungen aufgenommen. Unabhängig davon hat das Innenministerium nach eigenen Angaben ebenfalls einen Experten beauftragt, die Schadensursache zu ermitteln, um danach weitere Schritte festlegen zu können. Das Innenministerium war laut Caffier am Mittwochabend von den EWN über ein meldepflichtiges Ereignis der untersten Kategorie gemäß der atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung schriftlich informiert worden.
Gründe für Misstrauen liefern die EWN von ganz alleine, ganz ohne zutun von Dritten. So müsste der Protest gegen das Zwischenlager in den nächsten Jahren weiter steigen und hoffentlich in dem Atomausstieg münden.
Mittwoch, 2. März 2011
Caffier verklagen?
Die Grünen sind mit ihrer Geduld am Ende und wollen den Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns nun verklagen. Caffier (CDU) will keinen Einblick in das Gutachten zur weiteren Nutzung des Zwischenlagers Lubmin gewähren. Damit steht eine unbefristete Nutzung so gut wie vor der Tür.
Mehr erfahrt ihr hier.
Mehr erfahrt ihr hier.
Dienstag, 1. März 2011
Erschreckend: Störfälle in AKWs im Februar!
Bereits im Februar des Jahres 2011 wurden unglaubliche 16 Störfälle, Vorkommnisse und Abweichungen vom Normalbetrieb in Atomkraftwerken dokumentiert. Davon gehen bereits 7 an deutsche. Innerhalb in den ersten 2 Monaten des noch jungen Jahres haben es die deutschen AKWs bereits auf 13 Störfälle gebracht, davon waren 9 sogar meldepflichtig!
Störfälle in "unseren" AKWs im Februar:
04.02.2011 - Undichtes Rohr im Atomkraftwerk Brunsbüttel
15.02.2011 - Plutoniumskandal: Verstrahlt die Hanauer Atomfabrik seit Jahren die Umgebung?
15.02.2011 - Störung an Messkanal in Biblis B
19.02.2011 - Leck im Maschinenhaus: AKW-Block geht über Nacht vom Netz
24.02.2011 - Philippsburg-2: Geringfügig abweichende Messwerte an Flutbehälter-Messgeräten
25.02.2011 - Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde: Messumformer ausgetauscht
26.02.2011 - Biblis:Leck am Kühler eines NotstrommotorsFür mehr Informationen: http://www.contratom.de/2.0/index.php?mod=blog&baum2=1&baum3=1&artikel=1779
Montag, 28. Februar 2011
Klage gegen Laufzeitverlängerung
Die Bundesländer, die nicht von CDU und FDP regiert werden, haben jetzt Klage gegen die undemokratische Verlängerung der Laufzeiten eingereicht. Nun muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden, ob und wie viel Wert es noch auf die Grundsätze unserer Verfassung legt. Die Länder fühlen sich übergangen und die SPD und die Grünen sind sogar der Meinung, dass das Atomgesetz selbst gegen die Verfassung verstößt.
Mehr erfahrt ihr hier.
Mehr erfahrt ihr hier.
Greenpeace steigt aufs Dach
Ein baufälliger Reaktor, ein jahrealter Nachrüst-Antrag und eine zuständige Ministerin, die zunehmend in die Bredouille gerät. Gegen die fragwürdige Atomaufsicht in Baden-Württemberg protestieren Greenpeace-Aktivisten am Uralt-Meiler Neckarwestheim I. Kletterer haben in den Morgenstunden am Kühlturm der Anlage ein 500 Quadratmeter großes Banner entrollt: "Atomkraft schadet dem Ländle."
Greenpeace-Aktivisten protestieren auf einem Kühlturm des AKW Neckarwestheim gegen die mangelhafte Atomaufsicht in Baden-Württemberg.
Mehr findet ihr hier.
Greenpeace-Aktivisten protestieren auf einem Kühlturm des AKW Neckarwestheim gegen die mangelhafte Atomaufsicht in Baden-Württemberg.
Mehr findet ihr hier.
Donnerstag, 17. Februar 2011
Eine Stunde Ribnitz
Wie die AktivistInnen berichten, stand der Castortransport circa eine Stunde vor den Toren der Stadt, später zwischen ihnen. Hier der Auszug aus dem CASTORTICKER:
DO 03:53 Ribnitz-Damgarten: Aktivist_innen sitzen zwischen Ribnitz und Damgarten auf den Gleisen. Bitte Schrittgeschwindigkeit fahren!
DO 04:18 Ribnitz-Damgarten Gerücht! Castor steht vor Ribnitz.
DO 04:42 Ribnitz-Damgarten: Die Blockade in Ribnitz wurde geräumt.
DO 04:54 Ribnitz-Damgarten: Der Castor fährt nach Blockade in Ribnitz wieder weiter in Richtung Stralsund.
Es waren lediglich 9 Menschen die eine Verzögerung von fast einer Stunde herbei geführt haben. Das ermuntert, denn jedeR kann es schaffen den Zug zu stoppen.
Chorprobe auf den Gleisen
Am heutigen frühen Morgen schafften es 9 von 11 Menschen in Ribnitz eine Sitzblockade durchzuführen. Der Punkt war taktisch gut gelegen und führte zu längeren Verzögerungen im Ablauf. Um 3:53 Uhr meldete der Castorticker, dass die ersten AktivistInnen auf den Gleisen sitzen. Danach kamen noch zwei kleine Trups, die die Blockade fast vervollständigten. Gegen 4:20 Uhr stand der Castor dann vor der Doppelstadt. Die BeamtInnen löste die "Versammlung" rasch auf. Da Eltern ihr Kinder mit hatten, wollten diese nicht, dass sie neben dem Castor stehen. Eine Gefahr für Kinder und Heranwachsende ist möglich, so sorgten die Eltern sich um das Wohl ihrer Schützlinge. Die PolizistInnen verstanden dies nur teilweise und ließen den Castor nach kurzen Handgemenge direkt an den BlockierInnen vorbei rollen. Danach folgte dann die Personalienaufnahme und die Feststellung, das Mensch eine Ordnungswidrigkeit begannen hat.
Auf den Gleisen war die Stimmung überraschend freudig, es fehlte nur noch eine Flasche Sekt. Da dieser aber in Glasflaschen abgefüllt ist und als passive Waffe angesehen wird, blieb eben doch der wärmende Kräutertee. Als die BeamtInnen ankamen, sangen alle Protestierenden Lieder und machten der Polizei weiß, dass sie sich zu einer Chorprobe verabredet haben. Für ein Gruppenfoto vorher war auch noch kurz Zeit.
Mit 9 Menschen eine Verzögerung von gut 30 Minuten ist eine super Sache und die Strahlemenschen solidarisieren sich mit diesen AktivistInnen. In Ribnitz-Damgarten herrscht friedlicher Protest, der seine Wirkung zeigt. An den Gleisen und auf den Gleisen.
Auf den Gleisen war die Stimmung überraschend freudig, es fehlte nur noch eine Flasche Sekt. Da dieser aber in Glasflaschen abgefüllt ist und als passive Waffe angesehen wird, blieb eben doch der wärmende Kräutertee. Als die BeamtInnen ankamen, sangen alle Protestierenden Lieder und machten der Polizei weiß, dass sie sich zu einer Chorprobe verabredet haben. Für ein Gruppenfoto vorher war auch noch kurz Zeit.
Mit 9 Menschen eine Verzögerung von gut 30 Minuten ist eine super Sache und die Strahlemenschen solidarisieren sich mit diesen AktivistInnen. In Ribnitz-Damgarten herrscht friedlicher Protest, der seine Wirkung zeigt. An den Gleisen und auf den Gleisen.
Mit mehr als 100 Leuten in Ribnitz
Bei dem Laternenumzug nahmen gut 70 Menschen teil, die durch Ribnitz-Damgarten zogen. Mit verschiedenen Mitteln war der Protest bunt angelegt. Die PolizistInnen waren überaus zuvorkommend und waren im Kopf wohl bei uns. An der Mahnwache nahmen dann noch einmal gut 40 Menschen teil. Die Solokünstlerin Maria-Lisa Straßburg lockerte die Stimmung mit Gitarre und Gesang auf. Pizza und Waffeln wurden direkt am und im Ofen gebacken und auch die leckere Suppe war eine gelungene wärmmöglichkeit in der bitteren kälte. Die Protestierenden feierten die Blockade, ein lautes raunen ging um den Bahnhof als feststand, dass der Castor über Ribnitz fahren wird. Hier die ersten Bilder. Ausführlicher Bericht nach den heißen Tagen.
Die Mahnwache wurde gegen 22.00 Uhr beendet und wird am Donnerstag gegen 5.30 Uhr wieder aufgebaut.
Die Mahnwache wurde gegen 22.00 Uhr beendet und wird am Donnerstag gegen 5.30 Uhr wieder aufgebaut.
Mittwoch, 16. Februar 2011
Pfefferspray in Karlsruhe
Die Blockade von circa 700 Menschen führte zu einer Verzögerung von bisher mindestens 1.5h. Schon bei der Räumung der Blockade kam es zu Polizeiübergriffen, verlief aber im wesentlichen friedlich, wie über einen Livestream zu sehen war.
Die BlockiererInnen wurden in einen Polizeikessel aus Einsatzfahrzeugen gebracht. Hier kam es dann zu massiven Übergriffen der Polizei. Folgendes war über Twitter zu lesen:
02:00 Uhr: Während der Räumung kommt es zu Auseinandersetzungen im Kessel, Pfefferspray wird eingesetzt, es gibt mehrere Verletzungen.
Der Kommentator des Videos sagte zuvor noch: "Nach 6 Monaten Dauereinsatz im Wegtragen geht das ganze hier recht friedlich ab. Da Können die Jungs und Mädels aus dem Wendland noch was lernen und nicht gleich mit Pfefferspray rein:"
Mensch bedenke die auf einmal ausgelastete Polizei in Süddeutschland. Auf einmal Protest an allen Ecken. Dies legetimiert jedoch nicht den Einsatz von Gewalt. Menschen, die im sitzen demonstrieren, üben keine Gewalt aus.
Sollte sich der Transport arg verzögern würde, könnte das dann Auswirkungen auf Dresden haben?
Die BlockiererInnen wurden in einen Polizeikessel aus Einsatzfahrzeugen gebracht. Hier kam es dann zu massiven Übergriffen der Polizei. Folgendes war über Twitter zu lesen:
02:00 Uhr: Während der Räumung kommt es zu Auseinandersetzungen im Kessel, Pfefferspray wird eingesetzt, es gibt mehrere Verletzungen.
Der Kommentator des Videos sagte zuvor noch: "Nach 6 Monaten Dauereinsatz im Wegtragen geht das ganze hier recht friedlich ab. Da Können die Jungs und Mädels aus dem Wendland noch was lernen und nicht gleich mit Pfefferspray rein:"
Mensch bedenke die auf einmal ausgelastete Polizei in Süddeutschland. Auf einmal Protest an allen Ecken. Dies legetimiert jedoch nicht den Einsatz von Gewalt. Menschen, die im sitzen demonstrieren, üben keine Gewalt aus.
Sollte sich der Transport arg verzögern würde, könnte das dann Auswirkungen auf Dresden haben?
Die Nachttanzblockade steht vor der Räumung
Nachdem schon heut Mittag mehrere Greenpeace AktivistInnen sich an die Gleise ketteten und andere spektakuläre Aktionen durchführten, ist jetzt (16.02. 00:45) eine Blockade mit circa 600 Menschen von der Polizei umstellt worden. Die VoKü wird aber grade an die Gleise gelassen und die Stimmung ist weiter gut. Die Strahlemenschen begrüßen, wie viele andere auch, die Aktivitäten in Karlsruhe und wünschen eine angenehme und nicht zu kalte Nacht.
Dienstag, 15. Februar 2011
Infoabend in Ribnitz
Heute wird es zum vorerst letzten Infoabend der Strahlemenschen kommen. Um 19.00 Uhr beginnt im AJZ KiTa e.V. (Bleicherberg 2) der Vortrag und anschließend wird um eine angeregte offene Diskussion gebeten. Die Themen werden den Standort Lubmin betreffen, warum die Strahlemenschen ein Anti-Atom-Bündnis sind und werden den Plan für die nächsten Tage vorstellen. Es sind alle eingeladen, die ihren Abend mit den Strahlemenschen und anderen BürgerInnen unserer Stadt verbringen wollen.
Montag, 14. Februar 2011
PM: Mit Laternenumzug und Mahnwache zum Castortransport
Das örtliche Anti-Atom-Bündnis Strahlemenschen werden ihren Protest auch zu diesem Castortransport wieder äußern. Dazu laden sie alle Mitmenschen zu einem Laternenumzug am 16.02. vom Hafen zum Bahnhof ein. Um 17.30 Uhr treffen sich die Strahlemenschen beim Spielplatz am Hafen und werden um 18.00 Richtung Bahnhof losmarschieren. Eine kleine Zwischenkundgebung ist auf dem Marktplatz angemeldet. Am Bahnhof angekommen wird die Mahnwache dann mit Musik von Maria-Lisa Straßburg feierlich eröffnet. Die Strahlemenschen wollen ein buntes Fest in den Straßen um mit Kreativität und nicht mit Gewalt auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Und dass dürfte auch ganz gut klappen, denn das Bündnis lebt von sehr viel Eigeninitiative. Die einen basteln Laternen, die anderen machen einen Trommelkurs und alle malen Transparente. Am Donnerstag, der erwartete Ankunftstag des Castortransportes in Lubmin, werden die Strahlemenschen die Mahnwache wieder früh aufbauen. Sie soll bleiben, bis der Castor durch ist.
Beim vergangenen Transport versammelten sich gut 80 Menschen um mit den Mahnwächlern in der Bernsteinstadt zu erzählen und zu reden und auch um ihren Protest selber Ausdruck zu verleihen. Diesmal rechnen die Strahlemenschen mit mehr Teilnehmern. Eine letzte Informationsveranstaltung wird es im übrigen auch geben. Am Dienstag um 19.00 Uhr im AJZ KiTa e.V. (Am Bleicherberg 2) wird ein Referent die letzten Tage reflektieren, Informationen geben und aufzeigen, wie man sich selbst zu wehr setzen kann. Denn den Atomausstieg schaffen wir ganz einfach! Er ist nur eine Unterschrift zu einem sauberen Energieunternehmen entfernt!
Sonntag, 13. Februar 2011
Bunter Protest in Greifswald und anderswo
Circa 3000 Menschen versammelten sich gestern in über 22 Städten Deutschlands um gegen den bevorstehenden Castortransport zu protestieren. In Greifswald kamen gut 2.000 protestierende zusammen. Der Widerstand äußerte sich durch viele bunte Aktionen und der Kreativität der DemonstrantInnen. Dazu findet ihr hier ein paar ausgewählte Bilder.
Die Aktionen in Brandenburg werden hier beschrieben. In Karlsruhe kamen mehr als 400 Protestierende zusammen. Bilder findet hier dazu hier, einen SWR-Bericht hier.
Außerdem exestiert ein NDR-Bericht über die gestrige Demo, den ihr euch hier angucken könnt.
Was sonst noch so los war, findet ihr hier und hier sowie die Pressemitteilung.
Die Aktionen in Brandenburg werden hier beschrieben. In Karlsruhe kamen mehr als 400 Protestierende zusammen. Bilder findet hier dazu hier, einen SWR-Bericht hier.
Außerdem exestiert ein NDR-Bericht über die gestrige Demo, den ihr euch hier angucken könnt.
Was sonst noch so los war, findet ihr hier und hier sowie die Pressemitteilung.
Freitag, 11. Februar 2011
Koalition will Tschernobyl vergessen machen
Anlässlich des Beschlusses im Umweltausschuss, eine Gedenkveranstaltung zu "25 Jahre Tschernobyl" durchzuführen, erklären der atompolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Marco Bülow, MdB, die energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, DIE LINKE, Dorothée Menzner, MdB und die Obfrau im Umweltausschuss von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dorothea Steiner, MdB:
Die Regierungsfraktionen haben es abgelehnt, im Umweltausschuss eine geplante Veranstaltung zu "25 Jahre Tschernobyl" öffentlich durchzuführen. Damit bekommen die eingeladenen Gäste, u. a. ehrenamtlich tätige Initiativen, Fachleute und Zeitzeugen, keine Chance, ihr Engagement der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Menschen, die sich seit 25 Jahren darum bemühen, die gesundheitlichen und materiellen Schäden zu mildern, die die Menschen in der Region Tschernobyl erlitten haben und bis heute erleiden.
Die Oppositionsfraktionen verurteilen diese Entscheidung als instinktlos und werfen der Koalition vor, mit dieser Strategie die Erinnerung an Tschernobyl ausblenden zu wollen. Solange aber in Deutschland Atomkraftwerke laufen, deren Laufzeit nun noch verlängert wurde, darf nicht vergessen werden, dass diese Technologie nicht beherrschbar ist. Durch den Gau von Tschernobyl wurden bis heute unsagbares Leid und ernorme ökologische Folgen verursacht und ganze Landstriche verödet.
Die Regierungsfraktionen haben es abgelehnt, im Umweltausschuss eine geplante Veranstaltung zu "25 Jahre Tschernobyl" öffentlich durchzuführen. Damit bekommen die eingeladenen Gäste, u. a. ehrenamtlich tätige Initiativen, Fachleute und Zeitzeugen, keine Chance, ihr Engagement der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Menschen, die sich seit 25 Jahren darum bemühen, die gesundheitlichen und materiellen Schäden zu mildern, die die Menschen in der Region Tschernobyl erlitten haben und bis heute erleiden.
Die Oppositionsfraktionen verurteilen diese Entscheidung als instinktlos und werfen der Koalition vor, mit dieser Strategie die Erinnerung an Tschernobyl ausblenden zu wollen. Solange aber in Deutschland Atomkraftwerke laufen, deren Laufzeit nun noch verlängert wurde, darf nicht vergessen werden, dass diese Technologie nicht beherrschbar ist. Durch den Gau von Tschernobyl wurden bis heute unsagbares Leid und ernorme ökologische Folgen verursacht und ganze Landstriche verödet.
Donnerstag, 10. Februar 2011
Für eine lebenswerte Zukunft
Am Montag dem 14. Februar um 18 Uhr findet in der Damgartener Kirche eine Andacht statt. Die "Andacht für eine lebenswerte Zukunft" wurde von Greifswalder Kirchgemeinden initiiert auf Grund des kommenden Transportes von hochradioaktiven Atommüll von Karlsruhe nach Lubmin. In vielen Gemeinden in ganz Mecklenburg-Vorpommern wird solch eine Andacht zeitgleich gefeiert. Die Barther AktivistInnen planen, sich nach dem Glockenläuten auf den Marktplatz zu begeben und sich zu einer Mahnwache zusammenzufinden.
Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und sich einzusetzen für unsere Mitmenschen, unsere Umwelt und kommenden Generationen. Momentan gibt es viele Proteste gegen die unnötigen Castortransporte; "unsere" Atompolitik und die weitere Produktion von Atommüll. Wichtig ist daneben auch Impulse zu setzen, aufmerksam zu machen und selber aufmerksam zu werden, wofür es sich lohnt, sich zu engagieren:
*Für eine verantwortliche und nachhaltige Energie- und Umweltpolitik
*Für einen verantwortlichen Umgang mit der Natur
*Für eine Politik die auf nächsten Generationen bedacht ist
Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und sich einzusetzen für unsere Mitmenschen, unsere Umwelt und kommenden Generationen. Momentan gibt es viele Proteste gegen die unnötigen Castortransporte; "unsere" Atompolitik und die weitere Produktion von Atommüll. Wichtig ist daneben auch Impulse zu setzen, aufmerksam zu machen und selber aufmerksam zu werden, wofür es sich lohnt, sich zu engagieren:
*Für eine verantwortliche und nachhaltige Energie- und Umweltpolitik
*Für einen verantwortlichen Umgang mit der Natur
*Für eine Politik die auf nächsten Generationen bedacht ist
Von Aktion zu Aktion
Gestern fanden gleich 3 Treffen der Strahlemenschen an unterschiedlichen Orten statt. In der Nähe von Saal trafen sich ein paar Leute um Trommelrhytmen einzuüben. Sie schlugen auf Flaschen; Gießkannen und Eimern und erzeugten trotz der ungewöhnlcihen Gegenstände für einen wohlwollenden Klang. Die Rhytmen sind einfach zu erlernen, sodass es auch Leute mit eher geringerem Rhytmusgefühl schnell hinkriegen, im Takt zu bleiben. Als kleines Metrognome im Kopf dient den TromlerInnen der Spruch "Nein zur Atomkraft". Bei der Demo in Greifswald wollen sie es das erste mal ausprobieren, Nachahmer finden. Auch bei der Mahnwache oder bei dem Laternenumzug ist das ganze einsetzbar. Mit Tee und guter Laune ging das ganze gleich viel schneller vorran und sorgte für ein gutes Gruppenklima. So wächst das Bündnis familiär zusammen und die Kreativität der AtomkraftgenerInnen wächst von Tag zu Tag. Auf dem Bild sind übrigens nicht alle TrommlerInnen zu sehen, sondern nur ein kleiner Teil. Was aber noch zu erkennen ist sind die Laternen die auf dem Tisch stehen (mit dem geleben X), die schon für den Laternenumzug gebastelt worden sind.
Um 18.00 Uhr trafen sich in Barth (Sundische Straße 10) Menschen, um ihre Pläne zum Tag X zu besprechen. Was den Strahlemenschen auffiel war, dass der Altersdurchschnitt in Barth wesentlich höher ist als der in Ribnitz. Auch fiel auf, dass die meisten Menschen dort kaum oder gar keine Erfahrungen haben mit Protestaktionen. So gaben und geben die Strahlemenschen Hilfe und erklärten ihnen kleine Tricks, wie Mensch den Castor langsamer machen kann. Die kleine Gruppe beriet ihre Pläne, teilten Verantwortlichkeiten auf, wollen zum Tag X aktiv sein. Ob auch im Vorfeld noch Aktionen geplant sind, ist uns noch nicht bekannt. Denn die reisenden Strahlemenschen fuhren auch gleich weiter nach Prerow zu einem Infoabend. Hier zeigte sich, dass viel Aktionismus manchmal auch in die Hose gehen kann. Ein schlecht besuchter Infoabend - aber immerhin mit netten Gesprächen. So ein Reinfall gehört halt auch mal dazu, so weiß Mensch jetzt die bisher immer sehr gut besuchten Veranstaltungen viel mehr zu schätzen.
Heute verteilten die Strahlemenschen dann noch mit einer Gruppe auf dem Ribnitzer Markt noch einmal über 300 Infoflyer. Natürlich bleiben Diskussionen mit Befürwortern nicht aus, die Meinung haben diese Leute aber leider nicht geändert. Auch fällt immer wieder auf, wie viele Politikverdrossende Menschen sich in Ribnitz-Damgarten aufhalten. Da wäre es egal, wofür oder wogegen Mensch sich ausspricht, eine Meinung besitzen diese Menschen nicht. Sie wissen nur, dass sie noch schnell zum Aldi müssen um noch den im Preis gesenkten Flat-Screen zu kaufen. Aber, was bisher immer überwog, sind die Menschen, die sich freuen, dass Gleichgesinnte schon den Schritt gewagt haben und aktiv sind gegen den bevorstehenden Castortransport. Sie bedanken sich nicht nur für den übergebenen Flyer, sondern auch dafür, dass Menschen in ihrem kleinen Städtchen etwas bewegen wollen. Ganz weit ab von der alltäglichen Realität des Lebens.
Mittwoch, 9. Februar 2011
Anmeldung für die Aktionen an den heißen Tagen
Die Strahlemenschen haben grade die von ihnen geplanten Aktionen beim Ordnungsamt angemeldet. Was geplant ist findet ihr ab auf der Seite "Die heißen Tage". Wer helfen kann oder sonstige Anregungen hat, kann sich weiterhin gerne melden. Außerdem werden jetzt wieder Aktionen durchgeführt. Die erste findet am Donnerstag um 10.00 Uhr auf dem Ribnitzer Marktplatz statt. Mit Transpi und Flyer die Ribnitzer wachrütteln.
Ortsänderung für Prerow!
So, damit nun alle Klarheit beseitigt ist: der Infoabend ist im Kiek In und nicht im Kantorhaus. Bitte merken und dorthin kommen! Den Strahlemenschen tut die entstandene Verwirrung leid und wollen sich dafür entschuldigen!
Dienstag, 8. Februar 2011
Blockieren zum Ohrwurm gemacht
Mit folgendem kleinen musikalischen Beitrag machen die AtomkraftgegnerInnen auf sich aufmerksam. Ein schönes kleines gelungenes Stück, welches auch in Rostock auf der Demo zu hören war. Ihr könnt euch das Lied auch herunterladen, geht dafür einfach auf der rechten Seite auf den Pfeil, der nach unten zeigt. So bleibt das Lied ständig bei euch!
Old Schotterhand & the HI allnostars - Blockieren! (Atombass wegkraften) by M.u.S.i.K.
Old Schotterhand & the HI allnostars - Blockieren! (Atombass wegkraften) by M.u.S.i.K.
Termin steht, Strecke spekulativ
Wie heute Nacht über Twitter zu lesen war, wird der Castortranport sich am 16. losfahren. Geplante Ankunftszeit in Lubmin ist am 17. gegen 4.00 Uhr in der Früh. Noch ist über die Strecke nichts bekannt, die Strahlemenschen vermuten aber (dank interner Quellen), dass er wieder über Rostock und somit auch Ribnitz fahren würd.
Die Meldung der DPA, die vielen Leuten die Nacht gekostet hat, findet ihr hier.
Die Meldung der DPA, die vielen Leuten die Nacht gekostet hat, findet ihr hier.
Montag, 7. Februar 2011
Terminänderung für Prerow!
Die Strahlemenschen werden sich am Mittwoch (09.02.) um 19.00 Uhr im Kantorhaus treffen und nicht wie geplant am Donnerstag. Fast zeitgleich findet das Vorbereitungstreffen in Barth statt. Um 18.00 Uhr in der Sundischen Straße 10.
Wir sehen uns in Prerow oder Barth, spätestens am Tag X!
Wir sehen uns in Prerow oder Barth, spätestens am Tag X!
Von mal zu mal mehr Protest
In Rostock waren es schon ein paar Hundert, in Greifswald werden es dann ein paar Tausend DemonstrantInnen werden. Wieder sind Busse in Greifswald erwartet, es wird wieder ein bunter und kreativer Protest werden. Doch nicht nur in direkter Entfernung gehen die Leute auf die Straße, sondern schon ab Karlsruhe.
In Karlsruhe gibt es die Nachttanzblockade. Ein Protest, der besonders ist! Denn die Karlsruher wollen nicht, dass ihr Müll ins ZLN fährt. Sollte der Castor den Karlsruher Protest überstehen, muss er jedoch noch durch andere unsichere Gebiete. Eine Auflistung findet ihr hier.
Widerstand kostet Zeit, Geld und braucht deine Hilfe! Wenn du helfen willst, gucke hier nach, ob du davon was machen kannst oder hilf uns Strahlemenschen beim basteln, Transpi malen; Auf- und Abbau der Mahnwache und anderen Dingen.
In Karlsruhe gibt es die Nachttanzblockade. Ein Protest, der besonders ist! Denn die Karlsruher wollen nicht, dass ihr Müll ins ZLN fährt. Sollte der Castor den Karlsruher Protest überstehen, muss er jedoch noch durch andere unsichere Gebiete. Eine Auflistung findet ihr hier.
Widerstand kostet Zeit, Geld und braucht deine Hilfe! Wenn du helfen willst, gucke hier nach, ob du davon was machen kannst oder hilf uns Strahlemenschen beim basteln, Transpi malen; Auf- und Abbau der Mahnwache und anderen Dingen.
Mehrere Hundert in Rostock
Ein gelungener Auftakt zum wirklichen Auftakt diesen Samstag in Greifswald. Dort werden es dann noch viel mehr Leute sein, wohl aus der gesamten Republik.
Donnerstag, 3. Februar 2011
Barther Infoabend führt zu Schieneninspektion
Am gestrigen Mittwoch veranstalteten die Strahlemenschen in Barth einen kurzen Infoabend zum bevorstehenden Castortransport. Einige Barther kamen in das vorgewärmte Bibelzentrum und ließen sich vom Referenten über den bevorstehenden Castor aufklären. Ben zeigte die chronologische Entwicklung des Zwischenlagers und beleuchtete den Standort Lubmin. Außerdem erzählte er den Anwesenden auch etwas über den bevorstehenden Castor und was dort in den Behältern so drin ist. Immer wieder diskutierten die BesucherInnen über verschiedenste Themen. So fragten sie sich, ob die meisten Menschen wirklich gegen Kernenergie auf die Straße gehen und vielleicht nicht doch eher gegen die Regierung protestieren wollen. Das war den BesucherInnen aber auch egal, sie unterstüzen beide Anliegen. Die Strahlemenschen freuten sich, als die Barther überlegten ob sie nicht alleine was machen sollten. Im kurzen Plenum überlegten Sie und fanden die Idee des "an der Strecke langspazierens" absolut legitim. Eine Anwesende stellte auch sofort für ein Vorbereitungstreffen ihren Laden zur Verfügung und auch am Tag des Castortransportes wird sie den Castorticker für alle sichtbar laufen lassen. So fruchtete innerhalb kürzester Zeit ein Infoabend zur Mobilisierung und vielleicht zum Schluss zu einem Blockadeversuch.
Die BesucherInnen verabredeten sich für den nächsten Mittwoch um 18.00 Uhr zu dem Vorbereitungstreffen im Keramik-Werkhof in der Sundischen Straße 10 in Barth. Dort wird während des Castortransportes nach Lubmin auch der Castorticker laufen und Ansprechpersonen zu finden sein. Und am Tag X werden die Barther dann in ihrer Nähe versuchen an die Strecke zu kommen. Ein Abend, der so seine Spuren hinterlassen wird.
Die BesucherInnen verabredeten sich für den nächsten Mittwoch um 18.00 Uhr zu dem Vorbereitungstreffen im Keramik-Werkhof in der Sundischen Straße 10 in Barth. Dort wird während des Castortransportes nach Lubmin auch der Castorticker laufen und Ansprechpersonen zu finden sein. Und am Tag X werden die Barther dann in ihrer Nähe versuchen an die Strecke zu kommen. Ein Abend, der so seine Spuren hinterlassen wird.
Dienstag, 1. Februar 2011
6 Störfälle allein im Januar
Der Normalbetrieb ist der Störfall - der Störfall ist das Restrisiko. Im Januar gab es laut contratom schon 8 Störfälle, 6 davon in Deutschland. Sicherheit sieht anders aus!
Zum Artikel geht es hier.
Zum Artikel geht es hier.
Sonntag, 30. Januar 2011
Kontraste über Lubmin
Das nachfolgende Filmdokument deckt auf, warum der Müll hier zu uns hoch fährt. Wer das wie bezahlt, wird ebenfalls aufgedeckt. Die KritikerInnen werden merken, dass eine Blockade des Castors lediglich "Peanuts" sind. Castor? Blockieren!
Die neuen Transpis
Am Freitag luden die Strahlemenschen zu einem kurzen FlashMob in der Langen Straße ein. Es kamen einge Leute, brachten neue Transpis mit und überquerten mit diesen immer wieder die Straße. Die Aktion haben viele BürgerInnen der Stadt gesehen, am nächsten Tag wurden die Strahlemenschen vermehrt darauf angesprochen. Also bleibt der FlashMob ein gutes Mittel um Aufmerksamkeit zu erregen. Und der Widerstand bleibt somit kreativ; spannend und friedlich.
Am Samstag waren die Strahlemenschen beim Tag der offenen Tür des Richard-Wossidlo-Gymnasiums Ribnitz-Damgarten. Viele Eltern (einige selbst bei den Strahlemenschen aktiv) kamen und freuten sich über die anwesenden AktivistInnen. Auch an den Transpis, die gut sichtbar im Atrium hingen, erfreuten sich viele Menschen und auch einige LehrerInnen. Natürlich nicht alle, aber so ist das halt.
Die Strahlemenschen klärten ihre BesucherInnen wieder auf, warum sie sich so gegen Castortransporte stellen. Warum sie Angst vor einem Endlager genau vor ihrer Haustür haben. Der Protest wächst von Tag zu Tag und wird von Tag zu Tag auch kreativer und zielgerichteter. Hier helfen wohl nur noch klare Reformen, eine sofortige Einstellung mit den Mülltransporten an die Ostsee. Sonst wächst hier eine sehr interessante Form neuer Widerstandskultur in Mecklenburg-Vorpommern.
Mobi-Clip zu Lubmin
Die Jungs und Mädels des AAB-NO waren fleißig und stellten diese Woche ihren Mobi-Clip ins www. Die lange Version ist hier zu sehen, die kurze bei youtube. Castorstoppen als friedliche "Zwischendurch-Aktion".
Donnerstag, 27. Januar 2011
FlashMob am 28.01. 16.00 Uhr!
Wie gestern hier schon zu lesen war ist für morgen, den 28.01. ein FlashMob um 16.00 Uhr in Ribnitz geplant. Wie es abläuft:
Treffpunkt: 15.50 Uhr vor dem Rathaus
Anfang: 16.00 Uhr
Was wir tun werden: Mit weißen Anzügen; gelben X`en; Tonnen; Atemmasken oder kleinen Transparenten (alles was Dir so einfällt) die Lange Straße an beiden Seiten in kleinen Grüppchen auf und ab gehen. Je nach Verkehr kann die Straße dabei auch überquert werden.
Treffpunkt: 15.50 Uhr vor dem Rathaus
Anfang: 16.00 Uhr
Was wir tun werden: Mit weißen Anzügen; gelben X`en; Tonnen; Atemmasken oder kleinen Transparenten (alles was Dir so einfällt) die Lange Straße an beiden Seiten in kleinen Grüppchen auf und ab gehen. Je nach Verkehr kann die Straße dabei auch überquert werden.
Mittwoch, 26. Januar 2011
FlashMob in Ribnitz!
Am Freitag soll es wieder einen FlashMob geben. Treffpunkt diesmal 15.50 Uhr vor dem Rathaus. Bringt gelbe Xe; gelbe Dosen oder kleine Plakate mit. Gerne könnt ihr euch auch in einen weißen Anzug pressen; die Gasmaske darf auch dabei sein. Der Ablauf wird morgen bekannt gegeben.
Kirchenchor und Castorinfo
Die Strahlemenschen freuten sich, einen gelungen Auftakt in Lüdershagen verlebt zu haben und sehen der nächsten Aktion in Barth positiv ins Auge. So bauen die Strahlemenschen Stück für Stück; Dorf für Dorf ein klein wenig Widerstand auf.
Montag, 24. Januar 2011
Tauchen direkt neben den Brennstäben
Einen "kühnen Plan" nennt die OZ den heute veröffentlichten Plan, aus dem ehemaligen Kernkraftwerk ein Erlebniszenter zu machen. Gute 45 Millionen Euro soll das Projekt kosten, Investoren nicht in Sicht. Ist dies ein Versuch, ein stillgelegtes AKW als Abenteuerspielplatz zu deklarieren? Und braucht Greifswald wirklich den größten Indoor-Tauchbereich Europas?
Den Artikel der OZ findet ihr hier.
Den Artikel der OZ findet ihr hier.
Statt blühende Landschaften strahlender Müll
Der Castor wird wieder einmal eine Nachtfahrt durch Deutschland machen. Die Vermutungen gehen dahin, dass der Castor Abends in Karlsruhe losfahren wird, um den Berufsverkehr nicht zu behindern. Auch sei das Protestpotential Nachts wohl geringer. Der strahlende Müll in der dunklen Nacht. Und nicht einmal der Lokführer lacht.
Nicht nur die Strahlemenschen gehen davon aus, dass dieser Castor wieder durch Ribnitz rollen wird, sondern auch die anderen Bündnisse sind sich schon fast sicher, dass er wieder die "Nord-Strecke" befahren wird. Was genau in den Castoren ist und wo der Müll her kommt, findet ihr hier. Außerdem fliegen in RIbnitz schon jetzt ungewöhnlich viele Hubschrauber. Das nahheliegende Krankenhaus hat selten den Besuch eines Hubschraubers und so viele Hobby-FliegerInnen gibt es hier wohl auch nicht. Doch Hobby-JägerInnen gibt es auch in der Nähe von Lubmin. Diese durften auf wildes Tier nicht mehr schießen. Obiges Dokument zeigt, dass die Ausübung der Jagd in Lubmin während der Zeit der Castortransporte verboten war. Sind die Castoren etwa weder schuss- noch strahlensicher? Auch ist leider davon auszugehen, dass immer mehr Müll nach Lubmin gekarrt wird. Kohl versprach blühende Landschaften - verstrahlte Gebiete bleiben. Und nun, wo sich die Menschen schon wieder betrogen fühlen, gehen sie auf die Straße. Jetzt von Stuttgart bis an die Küsten.
Freitag, 21. Januar 2011
FalshMob in Ribnitz
Obwohl die Aktion erst am Vortag um ca. 19.00 Uhr bekannt gegeben wurde, waren dennoch 3 Polizeiwagen da. Schön, dass wir auch LeserInnen von der Seite der StaatsdienerInnen haben. Ein großer Ritterschlag für ein kleines Bündnis.
Donnerstag, 20. Januar 2011
16.00 Uhr FlashMob in Ribnitz!
Am morgigen Freitag, um 16.00 Uhr wird es in Ribnitz zu einem FlashMob kommen. Bringt alles mit was krach macht und vertsammelt euch um 16.00 Uhr vor dem Famila. Lasst eure FreundInnen nicht zu Haus, auch die haben eine Stimme die sie morgen erheben müssen. Also ab und ein bisschen krach machen, nebenbei Flyer verteilen und dann auch schon wieder verschwinden.
Wir sehen uns morgen!
Wir sehen uns morgen!
Mittwoch, 19. Januar 2011
Umweltfreundlichstes Verkehrsmittel ...
Tobias Riedl, Atomexperte bei Greenpeace. "Die Bahn inszeniert sich gerne als umweltfreundliches Unternehmen, doch in Wahrheit ist sie eine Atombahn. Bahnchef Grube muss sofort aus Neckarwestheim aussteigen und darf keinen Atomstrom mehr beziehen. Das ist er den Bahnkunden, die ja umweltfreundlich reisen wollen, schuldig."
Wieso solch harte Worte von Greenpeace? Die Bahn fährt laut Berichten zufolge mit mindestens 25% Atomstrom. In ihrer eigenen Werbekampagne gibt sich die Bahn gerne als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel. Dank Atomstrom? Der Strom für unsere Bahnfahrten und den Castor Transport kommen vor allem aus Neckarwestheim Block I. Genau dieser sollte dieses Jahr eigentlich abgeschaltet werden. Ab jetzt profitieren nur noch die Stromkonzerne und auch die Bahn.
Mehr findet ihr hier.
Wieso solch harte Worte von Greenpeace? Die Bahn fährt laut Berichten zufolge mit mindestens 25% Atomstrom. In ihrer eigenen Werbekampagne gibt sich die Bahn gerne als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel. Dank Atomstrom? Der Strom für unsere Bahnfahrten und den Castor Transport kommen vor allem aus Neckarwestheim Block I. Genau dieser sollte dieses Jahr eigentlich abgeschaltet werden. Ab jetzt profitieren nur noch die Stromkonzerne und auch die Bahn.
Mehr findet ihr hier.
Termin für die Demo steht!
Am Samstag, den 12. Februar gibt es nach bisherigen Planungen wieder die Auftaktkundgebung in Greifswald am Hauptbahnhof. Schon 4 Tage später soll der Castor vorraussichtlich nach Lubmin rollen. Auch dazu laden die AktivistInnen in und um Lubmin sicherlich wieder zum blockieren ein. Die Strahlemenschen werden am 16. Februar wieder eine Mahnwache am Bahnhof haben. Anmeldung beim Ordnungsamt folgt noch. In den nächsten Wochen bis zum Castor wird viel los sein in unserer Region, wir sind in der Planung Diskussionsabende und Flash-Mobs sowie Verteilaktionen zu organisieren. Also haltet die Augen offen, wir werden uns sehen! Trotz dem würde sich ein Teil der Strahlemenschen freuen, euch auch in Lubmin beim blockieren zu sehen! Also folgt dem Aufruf und kommt am Samstag mit nach Greifswald. Wer da bleiben möchte, kann sich sicherlich bei der Bettenbörse melden. Bringt euren Protest an die Strecke! Atomstrom ist nicht sicher und auch nicht billig! Und wechsel deinen Stromanbieter! Am besten heute noch!
Freitag, 14. Januar 2011
Kontraste-Bericht
In dem folgenden Bericht des ARD-Magazins Kontraste geht es um den Preis des Atomstroms. Denn es sollte ja langsam jedeR wissen, Atomstrom ist der teuerste Strom! Den Bericht gibt es hier.
Donnerstag, 13. Januar 2011
Attacke auf Ökostrom
Berlin (dpa) - Die Bosse kommen wieder ins Kanzleramt. In vertraulicher Runde wollen sie mit der Regierungschefin über eine Energiestrategie in der Europäischen Union beraten. Die Grünen fürchten einen Angriff auf den Ökostrom.
Kanzlerin Angela Merkel will im Schulterschluss mit den führenden Strom- und Industriekonzerne den deutschen Kurs in der europäischen Energiepolitik abstecken. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen.
Bei dem Abendessen am Mittwoch soll der EU-Sondergipfel am 4. Februar in Brüssel vorbereitet werden. Dort will EU-Kommissar Günther Oettinger sein Energiekonzept für die Europäische Union vorstellen. Dabei soll es auch darum gehen, wie die Förderung erneuerbarer Energien EU-weit harmonisiert werden kann. Auch der Netzausbau ist ein Thema. In Deutschland fehlen in den nächsten Jahren rund 3600 Kilometer neue Höchstspannungsleitungen.
An dem Treffen nehmen laut der Tageszeitung «Die Welt» die Vorstandschefs der vier großen Stromerzeuger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall Johannes Teyssen, Jürgen Großmann, Peter Villis und Tuomo Hatakka teil. Zur Runde kommen nach den Informationen auch die Konzernchefs von BASF, Siemens und Bosch - Jürgen Hambrecht, Peter Löscher und Franz Fehrenbach. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie sei eingeladen.
Die Grünen fürchten, dass die Energiekonzerne das deutsche Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) aushebeln wollen. Da das deutsche EEG eine sehr üppige Förderung vorsieht - allein 2011 sind es nach Schätzungen rund 13,5 Milliarden Euro - könnte eine EU-weite Harmonisierung in Deutschland zu einem massiven Rückgang bei der Neuinstallation von Windrädern, Biogas- und Solaranlagen führen.
Der CDU-Energiepolitiker Thomas Bareiß sprach sich für eine solch stärkere Anpassung der Ökoenergieförderung in der EU aus. «Es macht keinen Sinn, dass der Windpark derzeit nicht dort angeschlossen wird, wo der meiste Wind weht, sondern dort, wo es die höchsten Fördersätze gibt», sagte er der dpa.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) lehnt eine Harmonisierung strikt ab. «Wir müssen zuerst einmal die gerade erst in Kraft getretene EU-Richtlinie vollständig umsetzen, um die dort festgeschriebenen Ausbauziele der EU und ihrer Mitgliedstaaten nicht zu gefährden», sagte Geschäftsführer Björn Klusmann. Oettingers Vorstoß sei nur ein Debattenbeitrag, «der weder berücksichtigt, dass es keinen funktionierenden EU-Energiebinnenmarkt gibt, noch, dass keine ausreichende Netzinfrastruktur vorhanden ist».
Auch wenn es bis zu einer möglichen Anpassung der Fördersätze in der EU trotz des Gipfels im Kanzleramt noch etwas dauern dürfte: Die schwarz-gelbe Koalition will unterdessen auch rasch die üppige Solarförderung weiter zurückführen. Bareiß brachte auch eine Deckelung ins Spiel. «Klar ist, dass die Photovoltaik derzeit nicht die effizienteste Form der Energiegewinnung ist», sagte er der dpa. Durch eine Deckelung war aber in Spanien der Solarmarkt zusammengebrochen, da Investoren nicht wussten, ob ihre Photovoltaikanlage noch eine Förderung erhält.
«Wie erwartet zeigt sich, dass die Union es ernst meint mit dem Zurückdrängen der erneuerbaren Energien zugunsten des Atomstromes», sagte der Grünen-Energiepolitiker Hans-Josef Fell. Die Branche lehnt eine Deckelung strikt ab. «Das würde zu erheblichen Marktverwerfungen führen, weil es keine Planungssicherheit mehr gäbe, ob es für meine Photovoltaik-Anlage noch Fördergelder gibt», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW), Carsten Körnig, der dpa. «Wer einen Deckel fordert, will der Solarbranche ernsthaft schaden und den Ausbau erneuerbarer Energien ausbremsen.»
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) machte klar, dass die Solarenergie nicht dauerhaft subventioniert werden kann. «Es muss sichergestellt werden, dass es sich um eine Markteinführung handelt und nicht um eine Dauersubvention», sagte Röttgen dem «Weser-Kurier» (Dienstag). Bereits zum 1. Januar ist die Förderung für Dachanlagen um 13 weitere Prozent auf 28,74 Cent je Kilowattstunde gekürzt worden, Anfang 2010 waren es noch 39,14 Cent. 2010 bauten so viele Menschen wie noch nie neue Photovoltaikanlagen auf ihr Dach. Der Grund: Die Fördersätze sind weiter üppig, aber der Preis für die Module ist teils um fast die Hälfte gesunken.
Nur noch knapp die Hälfte der Bundesbürger ist bereit, für die Förderung der erneuerbaren Energien höhere Strompreise in Kauf zu nehmen. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Nachrichtenagentur dpa. 46,7 Prozent der 1020 befragten Bürger finden die massive Förderung trotz steigender Stromkosten zum Schutz des Klimas für gerechtfertigt, 42,1 Prozent hingegen sehen eine Grenze der Toleranz erreicht. In früheren Umfragen sagten noch zwischen 60 und 70 Prozent, sie seien bereit, für die Ökoenergieförderung tiefer in die Tasche zu greifen.
Kanzlerin Angela Merkel will im Schulterschluss mit den führenden Strom- und Industriekonzerne den deutschen Kurs in der europäischen Energiepolitik abstecken. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen.
Bei dem Abendessen am Mittwoch soll der EU-Sondergipfel am 4. Februar in Brüssel vorbereitet werden. Dort will EU-Kommissar Günther Oettinger sein Energiekonzept für die Europäische Union vorstellen. Dabei soll es auch darum gehen, wie die Förderung erneuerbarer Energien EU-weit harmonisiert werden kann. Auch der Netzausbau ist ein Thema. In Deutschland fehlen in den nächsten Jahren rund 3600 Kilometer neue Höchstspannungsleitungen.
An dem Treffen nehmen laut der Tageszeitung «Die Welt» die Vorstandschefs der vier großen Stromerzeuger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall Johannes Teyssen, Jürgen Großmann, Peter Villis und Tuomo Hatakka teil. Zur Runde kommen nach den Informationen auch die Konzernchefs von BASF, Siemens und Bosch - Jürgen Hambrecht, Peter Löscher und Franz Fehrenbach. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie sei eingeladen.
Die Grünen fürchten, dass die Energiekonzerne das deutsche Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) aushebeln wollen. Da das deutsche EEG eine sehr üppige Förderung vorsieht - allein 2011 sind es nach Schätzungen rund 13,5 Milliarden Euro - könnte eine EU-weite Harmonisierung in Deutschland zu einem massiven Rückgang bei der Neuinstallation von Windrädern, Biogas- und Solaranlagen führen.
Der CDU-Energiepolitiker Thomas Bareiß sprach sich für eine solch stärkere Anpassung der Ökoenergieförderung in der EU aus. «Es macht keinen Sinn, dass der Windpark derzeit nicht dort angeschlossen wird, wo der meiste Wind weht, sondern dort, wo es die höchsten Fördersätze gibt», sagte er der dpa.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) lehnt eine Harmonisierung strikt ab. «Wir müssen zuerst einmal die gerade erst in Kraft getretene EU-Richtlinie vollständig umsetzen, um die dort festgeschriebenen Ausbauziele der EU und ihrer Mitgliedstaaten nicht zu gefährden», sagte Geschäftsführer Björn Klusmann. Oettingers Vorstoß sei nur ein Debattenbeitrag, «der weder berücksichtigt, dass es keinen funktionierenden EU-Energiebinnenmarkt gibt, noch, dass keine ausreichende Netzinfrastruktur vorhanden ist».
Auch wenn es bis zu einer möglichen Anpassung der Fördersätze in der EU trotz des Gipfels im Kanzleramt noch etwas dauern dürfte: Die schwarz-gelbe Koalition will unterdessen auch rasch die üppige Solarförderung weiter zurückführen. Bareiß brachte auch eine Deckelung ins Spiel. «Klar ist, dass die Photovoltaik derzeit nicht die effizienteste Form der Energiegewinnung ist», sagte er der dpa. Durch eine Deckelung war aber in Spanien der Solarmarkt zusammengebrochen, da Investoren nicht wussten, ob ihre Photovoltaikanlage noch eine Förderung erhält.
«Wie erwartet zeigt sich, dass die Union es ernst meint mit dem Zurückdrängen der erneuerbaren Energien zugunsten des Atomstromes», sagte der Grünen-Energiepolitiker Hans-Josef Fell. Die Branche lehnt eine Deckelung strikt ab. «Das würde zu erheblichen Marktverwerfungen führen, weil es keine Planungssicherheit mehr gäbe, ob es für meine Photovoltaik-Anlage noch Fördergelder gibt», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW), Carsten Körnig, der dpa. «Wer einen Deckel fordert, will der Solarbranche ernsthaft schaden und den Ausbau erneuerbarer Energien ausbremsen.»
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) machte klar, dass die Solarenergie nicht dauerhaft subventioniert werden kann. «Es muss sichergestellt werden, dass es sich um eine Markteinführung handelt und nicht um eine Dauersubvention», sagte Röttgen dem «Weser-Kurier» (Dienstag). Bereits zum 1. Januar ist die Förderung für Dachanlagen um 13 weitere Prozent auf 28,74 Cent je Kilowattstunde gekürzt worden, Anfang 2010 waren es noch 39,14 Cent. 2010 bauten so viele Menschen wie noch nie neue Photovoltaikanlagen auf ihr Dach. Der Grund: Die Fördersätze sind weiter üppig, aber der Preis für die Module ist teils um fast die Hälfte gesunken.
Nur noch knapp die Hälfte der Bundesbürger ist bereit, für die Förderung der erneuerbaren Energien höhere Strompreise in Kauf zu nehmen. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Nachrichtenagentur dpa. 46,7 Prozent der 1020 befragten Bürger finden die massive Förderung trotz steigender Stromkosten zum Schutz des Klimas für gerechtfertigt, 42,1 Prozent hingegen sehen eine Grenze der Toleranz erreicht. In früheren Umfragen sagten noch zwischen 60 und 70 Prozent, sie seien bereit, für die Ökoenergieförderung tiefer in die Tasche zu greifen.
Kein Recht auf Privatleben bei Reaktorbau
Unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen werde der neue "Europäische Druckwasserreaktor" in Frankreich gebaut. Die französische Menschenrechtsliga (LDH) wirft den Bauträgern, zu denen auch die deutsche Firma Siemens gehört, Verstöße gegen Arbeitsbedingungen vor.
Rund 460 größtenteils ausländische Arbeiter seien auf einem früheren Campingplatz an der nordfranzösischen Küste untergebracht und müssten dort in "baufälligen Bungalows" hausen, erklärte der LDH-Beauftragte Jacques Véron-Bocquet am Dienstagabend. Die überwiegend rumänischen Arbeiter hätten "kein Recht auf Privatleben, kein Recht auf freie Meinungsäußerung und keinen Raum für ein Sozialleben". Teils laufe das Wasser aus der Dusche durch mehrere Räume.
Mehr Infos dazu hier.
Rund 460 größtenteils ausländische Arbeiter seien auf einem früheren Campingplatz an der nordfranzösischen Küste untergebracht und müssten dort in "baufälligen Bungalows" hausen, erklärte der LDH-Beauftragte Jacques Véron-Bocquet am Dienstagabend. Die überwiegend rumänischen Arbeiter hätten "kein Recht auf Privatleben, kein Recht auf freie Meinungsäußerung und keinen Raum für ein Sozialleben". Teils laufe das Wasser aus der Dusche durch mehrere Räume.
Mehr Infos dazu hier.
Bedrohung unserer Nahrungskette
Lautlos sterben weltweit Milliarden von Bienen und unsere gesamte Nahrungskette ist in Gefahr. Doch ein weltweites Verbot einer bestimmten Gruppe von Pestiziden könnte die Bienen vor dem Aussterben retten.
Ein Verbot dieses Gifts in vier europäischen Ländern führte zu einer Erholung einzelner Bienenvölker. Doch mächtige Chemiekonzerne betreiben aufwändige Lobbyarbeit, damit der Verkauf dieser Gifte weiterhin erlaubt bleibt. Ein weltweiter Aufruf für ein Verbot dieser tödlichen Pestizide in den USA und der EU, wo eine grosse Debatte läuft, würde jetzt grosse Auswirkungen auf den Rest der Welt haben.
Lasst uns nun eine weltweite Proteststurm entfachen, damit diese Killer-Chemikalien in den USA und der EU verboten werden. Unterzeichnen Sie diese dringende Petition zum Schutz unserer Bienen und Ernährung -- leiten Sie diesen Aufruf an alle weiter!
Ein Verbot dieses Gifts in vier europäischen Ländern führte zu einer Erholung einzelner Bienenvölker. Doch mächtige Chemiekonzerne betreiben aufwändige Lobbyarbeit, damit der Verkauf dieser Gifte weiterhin erlaubt bleibt. Ein weltweiter Aufruf für ein Verbot dieser tödlichen Pestizide in den USA und der EU, wo eine grosse Debatte läuft, würde jetzt grosse Auswirkungen auf den Rest der Welt haben.
Lasst uns nun eine weltweite Proteststurm entfachen, damit diese Killer-Chemikalien in den USA und der EU verboten werden. Unterzeichnen Sie diese dringende Petition zum Schutz unserer Bienen und Ernährung -- leiten Sie diesen Aufruf an alle weiter!
Unterzeichne hier!
Neue Panne im UAA
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat heute (11.01.11) gemeinsam mit seiner örtlichen Mitgliedsinitiative, dem Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, erneut die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) gefordert. Anlass ist schon wieder ein Zwischenfall in der Anlage, der sich bereits am 5. Januar ereignet hat.
![[image]](http://www.utopia.de/uploads/assets/user/8961/2010_08_30_124139.png)
Erst heute, sechs Tage später, wurde die Öffentlichkeit vom NRW-Wirtschaftsministerium über das Vorkommnis informiert. Nach Information des Wirtschaftsministeriums startete ein dieselbetriebenes Notstromaggregat nicht. Zuletzt hatte sich im Herbst bei der Urananreicherungsanlage eine Panne ereignet. Und im Januar 2010 hat sich der bisher schwerste Störfall in der UAA Gronau ereignet.
Laut BBU erinnern die Störfälle bei der Urananreicherungsanlage zunehmend an die Pannenserien bei den Hanuer Atomanlagen, die letztlich stillgelegt wurden. Der BBU, der AKU Gronau und weitere Initiativen und Verbände erwarten endlich ein schärferes Vorgehen der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf gegen die Urananreicherungsanlage. Die Betriebsgenehmigungen sollen aufgehoben und die zahlreichen, hochgefährlichen Urantransporte von und nach Gronau sollen verboten werden, bevor es erneut zu einem ernsten Störfall kommt.
Ebenso wie die Pannen in der Urananreicherungsanlage reißen die Protestaktionen gegen die UAA Gronau nicht ab. Am 2. Januar hatten sich Anti-Atomkraft-Initiativen aus verschiedenen Orten zum Neujahrsprotest an der Anlage getroffen. Und bereits jetzt werden Aktivitäten zum 25. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe vorbereitet (Ende April).
Quelle: Presseerklärung BBU, 11.01.2011
www.contratom.de/2.0/index.php?mod=blog&baum2=1&baum3=1&artikel=1636
![[image]](http://www.utopia.de/uploads/assets/user/8961/2010_08_30_124139.png)
Erst heute, sechs Tage später, wurde die Öffentlichkeit vom NRW-Wirtschaftsministerium über das Vorkommnis informiert. Nach Information des Wirtschaftsministeriums startete ein dieselbetriebenes Notstromaggregat nicht. Zuletzt hatte sich im Herbst bei der Urananreicherungsanlage eine Panne ereignet. Und im Januar 2010 hat sich der bisher schwerste Störfall in der UAA Gronau ereignet.
Laut BBU erinnern die Störfälle bei der Urananreicherungsanlage zunehmend an die Pannenserien bei den Hanuer Atomanlagen, die letztlich stillgelegt wurden. Der BBU, der AKU Gronau und weitere Initiativen und Verbände erwarten endlich ein schärferes Vorgehen der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf gegen die Urananreicherungsanlage. Die Betriebsgenehmigungen sollen aufgehoben und die zahlreichen, hochgefährlichen Urantransporte von und nach Gronau sollen verboten werden, bevor es erneut zu einem ernsten Störfall kommt.
Ebenso wie die Pannen in der Urananreicherungsanlage reißen die Protestaktionen gegen die UAA Gronau nicht ab. Am 2. Januar hatten sich Anti-Atomkraft-Initiativen aus verschiedenen Orten zum Neujahrsprotest an der Anlage getroffen. Und bereits jetzt werden Aktivitäten zum 25. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe vorbereitet (Ende April).
Quelle: Presseerklärung BBU, 11.01.2011
www.contratom.de/2.0/index.php?mod=blog&baum2=1&baum3=1&artikel=1636
Dienstag, 11. Januar 2011
Peinlichster Umweltpreis an Atomchef Großmann
Der NABU hat den RWE-Chef Jürgen Großmann mit dem „Dinosaurier 2010“ – Deutschlands peinlichstem Umweltpreis – ausgezeichnet. Der Vorstandsvorsitzende des Essener Stromkonzerns erhält die Trophäe für die Aufkündigung des Atomkonsenses in Deutschland. „Mit seiner hemmungslosen und provozierenden Beeinflussung der Bundesregierung für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, die im Spätsommer in einer von ihm initiierten Anzeigenkampagne gipfelte, hat sich Herr Großmann den Preis in diesem Jahr redlich verdient“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Somit steht Großmann damit in direkter Tradition des ehemaligen RWE-Bosses Harry Roels, der bereits 2006 mit dem Antrag auf Laufzeitverlängerung für den Schrott-Reaktor Biblis A den Dino verliehen bekam.
Mehr Infos dazu findet ihr hier.
Mehr Infos dazu findet ihr hier.
Bundeskanzlerin Mitschuld am Desaster
Hier eine Pressemitteilung, in der dargestellt wird, in wie weit Angela Merkel (CDU) verantwortlich zu machen ist in Sachen Asse II, Morsleben und Gorleben. Schwarz-Gelb hat bisher immer nur Schwarz-Gelben Müll gemacht! Bereits in den 90gern, vorher und auch nun schon wieder! Schwarz-Gelb abschaffen um das Atom-Risiko nicht zu verlängern! Denn was gerade wieder eine Studie belegt: Je näher Kinder an AKW´s geboren werden, desto höher ist das Risiko an Krebs zu erkranken.
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg:
Angela Merkel trägt Mitverantwortung für das Scheitern in der Asse II, Morsleben und Gorleben
Angela Merkel soll vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) Gorleben angehört werden. Das fordern die Grünen, die ihr vorwerfen, dass sie als Umweltministerin der Kohl-Regierung in den 90er Jahren das atomare Entsorgungskonzept für den niedersächsischen Salzstock so verändert habe, dass damit unnötige Gefahren in Kauf genommen wurden. Von einer "kostenoptimierten Erkundung" des Endlager-Standorts hätten Bundesregierung und Stromkonzerne sich damals Einsparungen über 300 Millionen D-Mark (gut 150 Millionen Euro) versprochen, erklärte die Grüne Obfrau im PUA Gorleben, Sylvia Kotting-Uhl. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) geht noch einen Schritt zurück - und weiter: Fehlende Salzrechte für die Erschließung des gesamten Salzstocks hatten das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bereits 1993 zu der Aussage kommen lassen, dass eine Erkundung nur vorläufige Ergebnisse erbrächten (siehe Anhang auf unserer Homepage).
Merkel plädierte als Umweltministerin nach Zeitungsberichten schlicht für einen Verzicht auf eine umfassende Erkundung. "Den Verzicht auf eine notwendige umfassende Sicherheitsanalyse, das verstand Frau Merkel unter Kostenoptimierung", hält ihr BI-Sprecher Wolfgang Ehmke vor. Die politische Verantwortung für die Asse II, Gorleben und Morsleben hatten in den Jahren 1994-1998 in der Hand Merkels gelegen. Und auch da müsse aus Sicht der BI weitergefragt werden: Angela Merkel soll vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) Gorleben angehört werden. Das fordern die Grünen, die ihr vorwerfen, dass sie als Umweltministerin der Kohl-Regierung in den 90er Jahren das atomare Entsorgungskonzept für den niedersächsischen Salzstock so verändert habe, dass damit unnötige Gefahren in Kauf genommen wurden. Von einer "kostenoptimierten Erkundung" des Endlager-Standorts hätten Bundesregierung und Stromkonzerne sich damals Einsparungen über 300 Millionen D-Mark (gut 150 Millionen Euro) versprochen, erklärte die Grüne Obfrau im PUA Gorleben, Sylvia Kotting-Uhl. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) geht noch einen Schritt zurück - und weiter: Fehlende Salzrechte für die Erschließung des gesamten Salzstocks hatten das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bereits 1993 zu der Aussage kommen lassen, dass eine Erkundung nur vorläufige Ergebnisse erbrächten (siehe Anhang auf unserer Homepage).
"Das zweite havarierte Endlager - Morsleben - wird in der aktuellen Debatte selten erwähnt. Zu Unrecht. Nicht die Asse II, sondern Morsleben war das erste genehmigte Endlager in Deutschland, das ebenfalls geschlossen werden und teilweise mit Beton verfüllt werden musste, um das Einstürzen zu verhindern." 1970 erwarben die Atomkraftbetreiber der DDR die Salzgrube.
Schon ein Jahr später beginnt das Endlager für radioaktive Abfälle (ERAM) den Betrieb. Parallelität der Ereignisse in Ost und West: Da keine Sicherheitsnachweise vorlagen, erfolgte die Einlagerung des Atommülls bis 1981 unter dem Titel "Einlagerungsversuchsphase".
Wissenschaftler des Deutschen Brennstoffinstituts in Freiberg (Sachsen) merkten jedoch schon 1969 an: "Die Grube ist trotz gegenwärtig geringer Zuflüsse einer großen hydrologischen Gefährdung ausgesetzt."
Zu DDR-Zeiten wurden 14.430 Kubikmeter Abfälle eingelagert. Die Abfälle wurden versprüht, verstürzt und teilweise gestapelt. Zwischen 1994 und 1998 kamen 22.320 Kubikmeter Atommüll hinzu - in erster Linie "Westmüll".
Die Bürgerinitiative merkt an: "Angela Merkel, die sich heute als Kanzlerin für die Verlängerung von Laufzeiten der Atomkraftwerke und die Aufhebung des Gorleben-Moratoriums stark macht, stellte der Atommüllkippe noch 1997 als Bundesumweltministerin mit folgenden Worten einen Blankoscheck aus: "Die Standsicherheit des Endlagers und der betroffenen Versturzkammern, aber auch der Hohlräume darüber und darunter, ist für die nächsten Jahrzehnte gegeben".
Die Kosten für die Schließung - nach Schätzungen des BfS etwa 2,57 Mrd. Euro - tragen wie bei der Asse II die Steuerzahler.
Ehmke: "Wenn schon, denn schon: die Kanzlerin sollte nicht nur in Sachen Gorleben gehört werden, sie verantwortet auch das Atommülldesaster in Morsleben und trug eine Mitverantwortung in der Asse II."
von Wolfgang Ehmke
Quelle
Samstag, 8. Januar 2011
Störfall 2010
Das Jahr 2011 hat uns schon jetzt in seinen Bann gezogen, die alljährigen Jahresrückblicke im TV sind natürlich auch schon gelaufen. Aber es gibt dennoch einiges auszuwerten!
Im Jahr 2010 verlängerte die Schwarz-Gelbe Koalition die Laufzeit unserer AKW´s. Ohne zu wissen wohin mit dem weiter produzierten Atommüll, ohne ein Konzept für ein Super-GAU für jedes deutsche Zwischen-Lager oder AKW. Aber wenn unsere AKW´s sicher sind müssen wir uns ja keine Sorgen machen!
Sicher ist nur das Risiko!
In Deutschland gab es im Jahr 2010 87 Zwischenfälle. Davon waren ganze 66 Meldepflichtig (Zahlenangaben ohne Gewähr; Quelle: contratom). Weltweit soll es 136 Störfälle gegeben haben. Ob aber da alle gezählt worden sind, ist sehr fraglich.
Damit sind wir in Deutschland mindistens einmal in der Woche vor einem Super-GAU, vor einem großen Tschernobyl, kurz vor dem Tod von unzähligen Menschen und Tieren und der ewigen Verseuchung der Natur. Doch was passiert bei einem solchen Super-GAU eigentlich mit uns?
"Auf jeden Fall noch schlimmere als der Super-GAU am 26. April 1986 im AKW Tschernobyl (Ukraine). Mehr als 300.000 Menschen mussten dort ihre kontaminierte Heimat für immer verlassen, 800.000 „Liquidatoren“ bekamen bei Aufräum- und Katastrophenschutzarbeiten
erhebliche Strahlendosen ab, viele starben, die allermeisten sind Invaliden. Die Zahl der Krebserkrankungen, genetischen Schäden und Fehlbildungen geht in die Hunderttausende. Bei einem Unfall in einem AKW hierzulande kann fünfmal so viel Radioaktivität freigesetzt werden wie in Tschernobyl. Das ermittelte die halbstaatliche Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) 1989 in
der „Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke, Phase B“. Deutsche AKW haben zudem, im Gegensatz zu Tschernobyl, kein Grafit im Reaktorkern, das Feuer fangen könnte. Das Gros der radioaktiven Stoffe würde daher nicht über ganz Europa verteilt, sondern im Umkreis von einigen Hundert Kilometern niederschlagen, wo die Strahlenbelastung dann entsprechend höher wäre. Und Deutschland ist siebenmal so dicht besiedelt wie die Region um Tschernobyl – entsprechend mehr Menschen wären von einem Atomunfall betroffen. Auf dieser Basis berechnete das Basler Prognos-Institut 1992 für das Bundeswirtschaftsministerium die Folgen eines Super-GAUs im AKW Biblis. Ergebnis: etwa fünf Millionen Krebserkrankungen, die Hälfte davon tödlich. Etwa zehn Millionen Menschen müssten umsiedeln, weil ihre Heimat durch den radioaktiven Fallout dauerhaft unbewohnbar würde. Aus demselben Grund gingen Millionen von Arbeitsplätzen verloren. Den finanziellen Schaden eines solchen Unfalls taxierte die Studie auf 2.500 bis 5.500 Milliarden Euro – das ist das elf- bis 25-fache des damaligen Bundeshaushalts. Ein schwerer Atomunfall käme
also nicht nur einem gesundheitlichen, sondern auch einem volkswirtschaftlichen Zusammenbruch gleich, von den sozialen und politischen Folgen ganz abgesehen."
(Aus der Broschüre "Sicher ist nur das Risiko" von ausgestrahlt.de)
Welche Standorte das größte Risiko für uns sind, seht ihr hier (Zahl in den Klammern Anzahl der Storfälle):
Für die Strahlemenschen ist es erschreckend, wie wir jeden Tag einem Risiko ausgesetzt sind, was keiner beherrscht. Ein Risiko, welches es mit sauberer Energie nicht gibt. Und den Atomausstieg kann Mensch ganz einfach selbst machen! Einfach den Stromanbieter wechseln. Und danach bleibt auch 2011 der Atomausstieg handarbeit.
Im Jahr 2010 verlängerte die Schwarz-Gelbe Koalition die Laufzeit unserer AKW´s. Ohne zu wissen wohin mit dem weiter produzierten Atommüll, ohne ein Konzept für ein Super-GAU für jedes deutsche Zwischen-Lager oder AKW. Aber wenn unsere AKW´s sicher sind müssen wir uns ja keine Sorgen machen!
Sicher ist nur das Risiko!
In Deutschland gab es im Jahr 2010 87 Zwischenfälle. Davon waren ganze 66 Meldepflichtig (Zahlenangaben ohne Gewähr; Quelle: contratom). Weltweit soll es 136 Störfälle gegeben haben. Ob aber da alle gezählt worden sind, ist sehr fraglich.
Damit sind wir in Deutschland mindistens einmal in der Woche vor einem Super-GAU, vor einem großen Tschernobyl, kurz vor dem Tod von unzähligen Menschen und Tieren und der ewigen Verseuchung der Natur. Doch was passiert bei einem solchen Super-GAU eigentlich mit uns?
"Auf jeden Fall noch schlimmere als der Super-GAU am 26. April 1986 im AKW Tschernobyl (Ukraine). Mehr als 300.000 Menschen mussten dort ihre kontaminierte Heimat für immer verlassen, 800.000 „Liquidatoren“ bekamen bei Aufräum- und Katastrophenschutzarbeiten
erhebliche Strahlendosen ab, viele starben, die allermeisten sind Invaliden. Die Zahl der Krebserkrankungen, genetischen Schäden und Fehlbildungen geht in die Hunderttausende. Bei einem Unfall in einem AKW hierzulande kann fünfmal so viel Radioaktivität freigesetzt werden wie in Tschernobyl. Das ermittelte die halbstaatliche Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) 1989 in
der „Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke, Phase B“. Deutsche AKW haben zudem, im Gegensatz zu Tschernobyl, kein Grafit im Reaktorkern, das Feuer fangen könnte. Das Gros der radioaktiven Stoffe würde daher nicht über ganz Europa verteilt, sondern im Umkreis von einigen Hundert Kilometern niederschlagen, wo die Strahlenbelastung dann entsprechend höher wäre. Und Deutschland ist siebenmal so dicht besiedelt wie die Region um Tschernobyl – entsprechend mehr Menschen wären von einem Atomunfall betroffen. Auf dieser Basis berechnete das Basler Prognos-Institut 1992 für das Bundeswirtschaftsministerium die Folgen eines Super-GAUs im AKW Biblis. Ergebnis: etwa fünf Millionen Krebserkrankungen, die Hälfte davon tödlich. Etwa zehn Millionen Menschen müssten umsiedeln, weil ihre Heimat durch den radioaktiven Fallout dauerhaft unbewohnbar würde. Aus demselben Grund gingen Millionen von Arbeitsplätzen verloren. Den finanziellen Schaden eines solchen Unfalls taxierte die Studie auf 2.500 bis 5.500 Milliarden Euro – das ist das elf- bis 25-fache des damaligen Bundeshaushalts. Ein schwerer Atomunfall käme
also nicht nur einem gesundheitlichen, sondern auch einem volkswirtschaftlichen Zusammenbruch gleich, von den sozialen und politischen Folgen ganz abgesehen."
(Aus der Broschüre "Sicher ist nur das Risiko" von ausgestrahlt.de)
Welche Standorte das größte Risiko für uns sind, seht ihr hier (Zahl in den Klammern Anzahl der Storfälle):
- Atomstandort Biblis - 17
- Atomstandort Grohnde - 11
- Atomstandort Unterweser/Esensham - 7
- Atomstandort Isar / Ohu - 7
- Atomstandort Gundremmingen - 6
- Gemeinschaftskraftwerk Neckar, Neckarwestheim (GKN) - 6
- Atomstandort Philippsburg - 6
- Atomstandort Krümmel - 4
- Atomstandort Emsland - 4
- Atomstandort Brokdorf - 4
- Atomstandort Brunsbüttel - 4
- Atomstandort Grafenrheinfeld - 4
- Atommüll-Endlager Schacht Asse-II - 2
- Urananreicherungsanlage Gronau (UAA) - 2
- Atomstandort Gorleben - 1
- Europäischen Instituts für Transurane - 1
Für die Strahlemenschen ist es erschreckend, wie wir jeden Tag einem Risiko ausgesetzt sind, was keiner beherrscht. Ein Risiko, welches es mit sauberer Energie nicht gibt. Und den Atomausstieg kann Mensch ganz einfach selbst machen! Einfach den Stromanbieter wechseln. Und danach bleibt auch 2011 der Atomausstieg handarbeit.
Mittwoch, 5. Januar 2011
Uran "schnell gebrütet"
Nun geht seit einigen Tagen durch die Medien, dass China der "Durchbruch" in der atomaren Energieversorgung gelungen sei. So ist Uran in China nun nicht mehr für 60 - 70 Jahren zur Verfügung, sondern für gute 3000 Jahre. Dies kommt durch die Technologie aus den 70er-Jahren der "Schnellen Brüter", die zumindest in Deutschland in einem Eklat endete.
Chinas Interesse an den Schnellen Brütern ist nicht neu. So forschen Sie nach eigenen Angaben schon seit über 24 Jahren an dieser Technologie. Diese birgt allerdings alle Gefahren der Atomenergie in sich. Zitat von Contratom: "Der Brüter treibt alle Problematiken der Atomenergienutzung auf die Spitze: Zentralisierung, Kapitalintensität, technische Komplexität."
Chinas Interesse an den Schnellen Brütern ist nicht neu. So forschen Sie nach eigenen Angaben schon seit über 24 Jahren an dieser Technologie. Diese birgt allerdings alle Gefahren der Atomenergie in sich. Zitat von Contratom: "Der Brüter treibt alle Problematiken der Atomenergienutzung auf die Spitze: Zentralisierung, Kapitalintensität, technische Komplexität."
Dienstag, 4. Januar 2011
Die Revolution geht weiter!
Nun haben die Strahlemenschen unangekündigt die Arbeit kurz vor Weihnachten aufgegeben und sie erst heute wieder aufgenommen. Sorry!
Das ihr ein frohes Fest hattet, ist uns eigentlich klar. Die Strahlemenschen hoffen, dass ihr auch gut ins neue Castor-Jahr 2011 gerutscht seid!
Wie die Strahlemenschen bereits angekündigt hatten, werden die nächsten Castoren am 17. Februar nach Lubmin rollen. Wir gehen davon aus, dass sie wieder über Ribnitz fahren werden. Die Mahnwache am Bahnhof wird demnächst angemeldet, Mobilisierungstreffen werden vorbereitet. Außerdem wird unser Widerstand nun nicht mehr zeitlich beschränkt! Das Zwischenlager soll nun einfach bis 2080 (41 Jahre länger als vorgesehen) bleiben (mehr)! Somit wird Lubmin wohl tatsächlich zum Endlager deklariert, direkt an unserer schönen Ostsee. Auch dagegen werden wir uns beim nächsten Castor stellen! Dazu brauchen die Strahlemenschen jede Person, die Lust hat sich gegen Schwarz-Gelb zu engagieren! Also komm auch du zu uns!
Ab jetzt wird hier wieder regelmäßig gepostet, sodass es sich wieder lohnt auf diesen Blog zu gucken!
Das ihr ein frohes Fest hattet, ist uns eigentlich klar. Die Strahlemenschen hoffen, dass ihr auch gut ins neue Castor-Jahr 2011 gerutscht seid!
Wie die Strahlemenschen bereits angekündigt hatten, werden die nächsten Castoren am 17. Februar nach Lubmin rollen. Wir gehen davon aus, dass sie wieder über Ribnitz fahren werden. Die Mahnwache am Bahnhof wird demnächst angemeldet, Mobilisierungstreffen werden vorbereitet. Außerdem wird unser Widerstand nun nicht mehr zeitlich beschränkt! Das Zwischenlager soll nun einfach bis 2080 (41 Jahre länger als vorgesehen) bleiben (mehr)! Somit wird Lubmin wohl tatsächlich zum Endlager deklariert, direkt an unserer schönen Ostsee. Auch dagegen werden wir uns beim nächsten Castor stellen! Dazu brauchen die Strahlemenschen jede Person, die Lust hat sich gegen Schwarz-Gelb zu engagieren! Also komm auch du zu uns!
Ab jetzt wird hier wieder regelmäßig gepostet, sodass es sich wieder lohnt auf diesen Blog zu gucken!
Abonnieren
Posts (Atom)


